
Zum Vorbild:
Die Baureihe 39 war eine Dampflokomotive der Übergangszeit von der Kaiser-Ära in die Weimarer Republik. Erste Konstruktionen wurden 1919 begonnen, mit dem Ziel, die preußische P8/BR38.10 im schweren Personenzugdienst zu ersetzen. Das Fahrwerk erhielt ein Dreizylinder-Triebwerk, und der Kessel wurde als „Belpaire“-Kessel ausgeführt, erkennbar an den Ausbuchtungen des Kessels vor dem Führerhaus. Der Treibraddurchmesser wurde, wie bei der pr. P8, mit 1.750mm festgelegt, die Höchstgeschwindigkeit betrug 110 km/h.
Da die BR 39 mit 19 Tonnen Achsdruck schwerer als geplant ausfiel, konnten die neuen Maschinen nur sehr beschränkt eingesetzt werden. Als ab 1925 der Streckenausbau für 20 Tonnen Achsdruck voranschritt, kam die BR 39 zunächst überwiegend im Schnellzugdienst in den deutschen Mittelgebirgen zum Einsatz.
Mit 260 Exemplaren – mehr als von der BR 01 gebaut wurden - war die BR 39 auch nach dem Zweiten Weltkrieg eine wichtige Stütze bei der DB und der DRost. Die DB modernisierte ihre Maschinen teilweise mit einer neuen Saugzuganlage in der Rauchkammer, sowie einem engeren Schlot. Die Mehrleistung von bis zu 40% zeigte auf, dass auch mit geringem Aufwand viel zu erreichen war. Weitere Änderungen betrafen den Einbau von Witte-Windleitblechen sowie den Ersatz der preußischen Tender 2‘2’T31,5 durch Einheitstender 2‘2’T34.
Bei der Deutschen Bundesbahn ging das Zeitalter der BR 39 im Januar 1967 im Bw Stuttgart mit der 39 196 zu Ende, die bis zum Schluss ihre alten Windleitbleche behielt. Die 39 230, einziges Exemplar mit Hängeeisensteuerung (erkennbar am Hilfsrahmen über der Treibachse) – steht heute im Deutschen Dampflokmuseum in Neuenmarkt-Wirsberg.
Die bewährte Wunder-Qualität:
Fertigungsstatus: 10%
Preis: 3.690,- €

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